Put on your dancing… ähem … hiking shoes!

Die letzten Tage in Albanien und die ersten in Montenegro sind vor allem von beeindruckenden Schönheiten geprägt. Damit sind weniger die Damen in hochhackigen Schuhen gemeint, sondern die Landschaften, denen wir uns hier auf eine Weise nähern, die die Damen sicher als unsittlich empfinden würden. Dafür haben wir sogar unser dickes Monster für zwei Nächte allein auf albanischen Straßen gelassen, komfortable Matratzen im Bus gegen Isomatte und Zelt getauscht und uns auf in die Berge gemacht. Früh um sechs ging’s los (was wir zugegebenermaßen auf einer Reise, bei der man die Wochentage und das Datum nicht mehr weiß, nicht mehr gewohnt sind), um 9 ab über den See, dann etwas überambitioniert Richtung Valbona gewandert. Sollte ja nur 2-3 Stunden dauern (meinten zwei verschiedene Leute auf dem Boot). Waren dann aber mehr als 5 (und wir starteten ja erst um 13 Uhr), so dass wir dann irgendwann gehofft haben, dass sich doch noch ein Auto auf die Schotterpiste verirrt und uns ein Stück mitnimmt. Hat die letzten 3 km dann auch geklappt. Nicht geklappt hat das Weiterwandern nach Thethe am nächsten Tag, denn der Pass war noch voll Schnee. So sind wir 2 Nächte im Zelt bei der Berghütte von Catherine geblieben (die aus NYC scheinbar permanent in die albanischen Berge gezogen ist, ganze 2 Euro pro Person fürs Benutzen von Dusche wollte [wenn sie gewusst hätte, was ich so für eine lange heiße Dusche zahlen würde 😉 ] und am Ende tatsächlich auch das noch reduzieren wollte), sind durch Wälder gestriffen und über Scheefelder gestapft (Tommes ist abgerutscht, Junge Junge, war das ein Schreck und geblutet wie Sau hat’s auch, aber ist alles wieder gut). Dann retour via Kosovo und freudig festgestellt, dass das Auto noch da ist.

Valbona River

Das Tal von Valbona

Montenegro hat sich dann mit Nationalpark und Schlafplatz auf einer Wiese am See mit Seerosen und wildem Thymian (Hallo Abendessen!) gleich von seiner besten Seite gezeigt. Am Tara Canyon dann heut wieder ab in die Berge, aber mit Regen. Hoffen wir, dass es morgen besser wird, denn die Wanderschuhe sind noch an den Füßen und die Gelegenheit zum Raften wollten wir eigentlich auch nutzen…

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Werkststattaufenthalt

Wir haben tatsächlich eine Werkstatt gefunden in der es einen Englisch sprechenden Mechaniker gibt. Öl und Ölfilter sowie Kraftstofffilter gewechselt. Und die komischen Geräusche kamen von einem gebrochenen oder angebrochenen Kugellager der Kupplung. Dies wurde mitsamt einer dazugehörigen Scheibe auch gewechselt. Hätten wir es nicht gemacht, wäre wohl nach 200km Schluss gewesen, wurde uns zumindest gesagt. Nun ja. Repariert ja, glücklich nein, denn da ist das Eindruck über den Tisch gezogen wurden zu sein, denn wir beide haben das Gefühl viel zu viel bezahlt zu haben, zumindest für hiesige Verhältnisse. Und dass nach nicht mal 2 Tagen das Geräusch schon wieder da war, wenn auch nur ganz kurz, stimmt auch nicht gerade positiv.

Ansonsten sind wir jetzt im Norden von Albanien angekommen. Die Grenze zu Montenegro ist nur ein paar Kilometer entfernt und wir sind am überlegen, was wir tun werden. Wir würden gerne mit einer Fähre über den Lake Koman schippern, aber das ist nicht einfach als Tagesausflug zu machen. Und vielleicht wollen wir es auch mit einer Wanderung in den „Albanischen Alpen“ ( Prokletije) verbinden. Wir sind am Optionen abwägen..

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Südalbanien

Eigentlich wollten wir nicht in den Süden von Albanien fahren, da es zu weit ab vom Wege nach Hause war. Da wir aber noch reichlich Zeit haben bis zu unseren geplanten Ankunftstermin in der Heimat, haben wir es einfach mal gemacht. Und es hat sich sehr gelohnt. Die Fahrt an sich auf abenteuerlichen Straßen über tausend Berge bei denen sich Hase und Igel gute Nacht sagen, die hübsche Altstadt von Gjirokastra, Blue Eye Springs mit unglaublich klaren Wasser, die Albanische Küste und noch mehr atemberaubende Landschaften, dazu die sehr freundlichen Menschen hier. Wir können nur jedem raten noch schnell nach Albanien zu reisen, bevor der Massentourismus hier Einzug hält!

Ksamili (3)

Am Strand von Ksamili

Unserem Auto wollten wir derweil mal einen Werkstattaufenthalt gönnen. Aber wenn der Automechaniker kein Englisch kann, ist das eine schwierige Angelegenheit, wir wie feststellen durften. So wurde uns jetzt zwar die Bremsflüssigkeit nachgefüllt, ein paar Teile geschmiert und altes Öl gegen altes Öl getauscht oder so, alles Dinge, nach denen wir gar nicht gefragt haben, aber die komischen Geräusche, die unser Bus macht, sind nach wie vor vorhanden. Wie gesagt, mit der Kommunikation hat es nicht so funktioniert, aber bezahlen mussten wir am Ende auch nichts. Wir werden es wohl noch einmal versuchen, denn wenn einen alten Mercedes reparieren dann in Albanien, da hier so viele von diesen Dinger rumfahren, dass Ersatzteile kein Problem darstellen sollten. Von der weitaus billigeren Arbeitskraft gar nicht zu reden…

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Welcome to India… ähem … Albania

Ja, die ersten Begegnungen mit Albanien haben tatsächlich Erinnerungen an Indien wachgerufen, vor allem wegen der Straßen, bei denen der Belag über den Löchern und den Steinen vergessen wurde und wegen eines offensichtlichen Müllproblems. Die Masse an alten Mercedes, die hier immer noch rumfährt, macht aber schnell klar, dass man nicht in Indien, sondern eben in Albanien ist. Nachdem wir also mit Schrittgeschwindigkeit über die Berge gefahren sind, einen netten Zwischenstopp auf einer Bergwiese und in einem alten Dorf eingelegt haben, sind wir jetzt am Meer angekommen, gleich um die Ecke von Korfu, ganz im Süden Albaniens. Das Wetter ist heute wieder wunderbar, es wechselt immer, und anhand der Tatsache, dass ich über das Wetter schreibe, erkennt man schon, dass es keine besonderen Vorkommnisse gibt: freundliche Menschen, Rosen geschenkt bekommen, grüßende Schäfer und ein abgefallener Auspuff. Alles entspannt 😉 Schönen Sonntag allen da draußen!

St.John Kaneo church

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Tag 141

Ein warmer sonniger Morgen, wir parken an der Burg von Skopje (Mazedoniens Hauptstadt) mit Blick auf die Stadt, den durch die Stadt fließenden Fluss und auf die umliegenden, teilweise noch schneebedeckten Berge. Nur die Rasenmäher stören ein wenig, aber irgendwas ist ja immer.

Kathedrale Sweta Nedelja  -Sofia

Sweta Nedelja Kathedrale in Sofia

Wir haben also Bulgarien schon wieder hinter uns gelassen und das, obwohl es uns sehr gut gefallen hat. Hatte etwas von Retro-Charme, Erinnerungen an früher, an die DDR-Zeit: alte Tatra-Straßenbahnen, sahen zum Teil auch so aus wie aus Leipzig gekauft, Trabis, Plattenbauten, Denkmäler für russische Soldaten usw… Aber auch schöne Landschaften und pittoreske Dörfer. Nur das Wetter hätte besser sein können. Aber dafür haben wir uns mal einen Abend in einer Sauna gegönnt. Sofia empfanden wir als ganz nett zum Leben, viele Parks, Kneipen, Cafes, Berge in unmittelbarer Nähe, aber touristische Highlights hatte die Stadt nicht viele zu bieten. Aber das mag auch ein generelles Problem sein, wenn man schon mehr als 4 Monate unterwegs ist und schon so viele unglaubliches Dinge gesehen und erlebt hat. So schnell wird man dann nicht mehr beeindruckt.

Gestern hatten wir ein Problem mit unserem Auto, irgendetwas war undicht und es tropfte Diesel. Ein Mazedonier sah, wie wir da unter unser Auto schauten, fragte ob es ein Problem gebe und ein paar Minuten später fuhr er uns mit seinem Auto zu einem Bekannten oder Verwandten, der wiederum jemanden anrief der eine kleine Werkstatt hat. Zusammen sind wir dann alle zurück zum Auto, wo sich der Werkstattmensch mal kurz das Auto angeschaut hat und daraufhin meinte, dass er das schnell machen könnte, auch wenn wir unsere Zweifel hatten wegen Sonntag und so. Jedenfalls war irgendeine Pumpe defekt, die wurde ausgetauscht und 20€ haben wir dafür gezahlt. Jetzt können wir also wieder weiterfahren, machen wir aber nicht, denn erstmal wird Skopje angeschaut!

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Südosteuropa

Wir sind gerade in Weliko Tarnowo, einer mittelalterlichen Hauptstadt von Bulgarien, die wir uns heute im Laufe des Tages anschauen werden. Gestern abend gab es hier ein großes imposantes Feuerwerk, vom dem mir die Ohren jetzt noch klingeln. Anlass war Ostern, das für die orthodoxe Kirche dieses Jahr eine Woche später zelebriert wird. Zur Feier des Tages haben wir uns mal ein Hostel gegönnt, warme Dusche, Wäsche waschen und sowas 🙂 Aber wir haben beide schlecht geschlafen, wir sind wohl schon zu sehr an unserem Bus gewöhnt.

Ich hab mir mal wieder die Mühe gemacht und unsere Route bei Googlemaps eingegeben. Wir werden also erstmal grob Richtung Westen fahren, von Bulgarien über Mazedonien nach Albanien, wo es dann weiter nach Nordwesten über Montenegro, Kroatien und Bosnien-Herzegovina geht. Für letzteres kann man bei Googlemaps leider keine Route berechnen, deswegen ist das nicht drinnen. Wir wollen aber auf jeden Fall noch nach Mostar und Sarajevo.

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Zurück in Europa

Wir haben vor ein paar Tagen den asiatischen Kontinent verlassen. Nicht ohne Wehmut, wie man zugeben muss. Und der Empfang in Europa mit 9 Grad und Regen hat dazu beigetragen, dass wir gleich noch ein paar mal nach Asien zurückkehrten, per Boot über den Bosporus (aber das Wetter war in Asien dann auch nicht mehr viel besser 😉
Istanbul wird hier nicht weiter ausgeführt, sonst wird das hier ein durchschnittlicher Touristenreport (abgesehen vielleicht von der Bemerkung, dass man hinter der Stadtmauer halbwegs gut abparken kann und überall jede Menge Tulpen blühten).
Der Empfang in der EU war dann ein sehr hübscher. Bulgarien zeigte sich von seiner fast schon frühsommerlich grünenden Seite, der Besuch in der Kaufhalle freute preistechnisch auch sehr nach der vergleichsweise teuren Türkei. Und ja, Kaufhalle nicht Supermarkt wird hier betont, weil die ersten Dörfer und Städtchen ganz stark an charmante unrenovierte „Ostdörfer“ erinnern. Heimatgefühl? Ja, ein wenig. Dazu noch Brötchen statt Ekmek und guter (und günstiger) Rotwein, das tat sein übriges. Nach mehr als sieben Monaten Abstinenz tat das auch in eine andere Richtung seine Wirkung *hicks*. Aber gefahren wird natürlich nur nüchtern, jetzt eine Weile in Bulgarien, dann wahrscheinlich Mazedonien, Albanien, Montenegro, Bosnien-Herzegovina… So viel zu sehen und so wenig Zeit…

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Stranddisco

Gestern gab es in einer einsamen Bucht am Schwarzen Meer einen exklusiven Gig von DJ Tommes. Tanzen unter der untergehenden Sonne, später dann tanzen unter dem Sternenhimmel. Heute nun wurden Ostereier am Strand versteckt und Katja war zudem anbaden, bei wahrscheinlich nicht mehr als 10°C Wassertemperatur.

Zuvor besuchten wir noch die hübschen und niedlichen Städtchen Amasya und Safranbolu, beide ausgestattet mit reichlich osmanischen Fachwerkbauten und Zeit für etwas Geschichte in Form der Ausgrabungsstätte Hattusa hatten wir auch noch. Begleitet wurden wir dabei die ganze Zeit vom Frühling. In voller Blüte stehende Bäume und Sträucher, saftig grüne Wiesen und frisch spriesende Blätter. Und dazu dieser Geruch, als würde einem jemand ein Glas Honig unter die Nase halten!

Uns geht es jedenfalls sehr gut, auch wenn wir gerade keinen großen Plan haben, wie es weitergehen wird. Klar, demnächst erreichen wir Istanbul, aber dann müssen wir uns erstmal einen Reiseführer für Südosteuropa bzw. den Balkan besorgen und Pläne schmieden, wo wir überhaupt lang fahren wollen. Möglichkeiten gibt es derlei viele. Falls jemand einen heißen Tipp für uns hat: immer her damit!

Frühstück am Strand

Frühstück am Strand

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23° warme Feenkamine

Haus im Tuffstein

Feenkamin mit eingebauter Wohnung

…na gut, das ist zugegebenermaßen ein wenigs Irreführend, denn die sogenannten Feenkamine, Tuffsteinformationen hier in Kappadokien, sind nicht so warm, die kühlen wohl ganz gut auch im Sommer, aber wenn die Sonne so schön scheint, dann freut sich doch das Herz. Endlich nicht mehr das Wasser zum Waschen vorher auf dem Gaskocher erwärmen müssen 😉
Haben gerade einige Tage in dieser teilweise bizarren Landschaft verbracht, sind durch Schluchten und Täler gewandert.
Nur hat uns nach einiger Zeit als fast einzige Besucher (ja, so viele Touristen haben Pakistan und Iran und auch die Osttürkei nicht zu bieten), jetzt der Pauschaltourismus wieder geflasht. Man teilt sich die Natur und die Sehenswürdigkeiten nun mit Reisegruppen aus Deutschland, Frankreich und Korea. Wenn das nicht mit überhöhten Preisen verbunden wäre, würden wir noch ein bisschen mehr schmunzeln.

Entspannen bei noch nur 19°

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Abstecher zum Meer

Yumurtalık

Yumurtalık

Nicht geplant und doch getan – wir sind am Mittelmeer. Da unser nächstes Etappenziel – Kappadokien – wieder höher liegt und es somit für uns auch wieder kälter wird, hielten wir es für keine schlechte Idee, vorher einmal kurz ans Meer zu fahren um etwas Sonne und Wärme zu tanken. War ja auch kein großer Umweg für uns. Baden ist zwar keine Option (laut Reiseführer sollte das Wasser so zwischen 14-16°C haben), aber direkt am Meer schlafen, mit Blick auf eine in wechselnden Farben angeleuchtete Burgruine im Wasser, ist ja auch nicht schlecht.

Zuvor waren wir in Urfa, eine mittelgroßen Stadt, deren Hauptattraktion die Geburtsgrotte des Erzvaters Abraham ist (welcher auch im Islam als Prophet verehrt wird). Die Grotte selbst gab zwar nicht viel her, aber drum herum wurde ein wunderschöner Park angelegt und auch der Blick von der Burg auf die Stadt, während die Muezzin um die Wette sangen, war sehr eindrucksvoll.

Weiter ging es nach Gaziantep, wo wir vor allem alte Mosaike anschauen wollten, die von Archäologen der ganzen Welt vor den steigenden Fluten eines neu gebauten Stausees oft gerade nur in letzter Minute gerettet werden konnten. Und was für beeindruckende Werke es im neu geschaffenen Mosaikmuseum zu bestaunen gab! Siehe Fotos…

Gipsy Girl

 

 

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