Too punk or not too punk?

Nun sind wir ja schon eine Weile unterwegs (mehr als sechs Monate und über 25000 km) und auf die Frage, wie man es denn aushält auf so engem Raum miteinander, kann ich sagen, dass man zwar Rücksicht nehmen muss („kannst du mal zur Seite, ich muss mir ein T-Shirt holen“, „Nein ich putz doch grad Zähne“ „Dann kann ich wohl Kaffeekochen auch erst mal vergessen oder kannst du kurz auf den Fahrersitz gehen zum Zähneputzen“), aber meist geht es ganz gut und schon seit einer Weile ist nicht das Gefühl da gewesen, dass man doch wohl besser mal einen Tag oder ein paar Stunden getrennt verbringen sollte (ja, das gibt es auch, wurde aber superselten in die Tat umgesetzt). Und weil wir abgehärtet sind, was Temperaturen und das Schlafen im Bus angeht und wenn wir einen Platz zum Abparken gefunden haben, der auch meistens sehr schön ist (die besten Aussichten gibt’s eben vom Bus aus), schlafen wir sehr selten in anderen Unterkünften. Ein paar Mal waren wir bei Freunden/Bekannten/Couchsurfern, insgesamt vier Mal haben wir Übernachtungen bezahlt (davon war einmal Zelten und einmal Campingstellplatz). Selbst in Großstädten sind wir schon im Busschlafen geübt. Als praktischer Hinweis für Notwendigkeiten sei hier nur Parknähe genannt…
Ich bin beinahe Profi darin mit nur 1,2 l Wasser meine Haare überm Waschbecken zu waschen; man kommt oft einem Waschlappen nahe; Seen sind meine Freunde und Duschen ein rares Gut. Klamotten werden ja durch Handwäsche angeblich geschont. Und ich tausche gern echte Waldluft gegen Brise Lufterfrischer. So sehr, dass ich es letztens schon befremdlich fand morgens und abends das Bad in einer Pension zu benutzen, wo schön ordentlich Kosmetikprodukte aufgereiht waren, gleich neben der Waschmaschine und der Badewanne.

Frühstück

Einer der Frühstücksplätze, die Flecken auf dem T-Shirt wert sind?

Aber auf der anderen Seite hat das auch seine Vorteile, so ein Leben nicht im Bus: Man muss sich sein Wasser nicht einteilen (wenn man schon wieder vergessen hat an der Tanke oder an einer Quelle aufzufüllen), man seufzt nicht, weil Handwäsche den Dreck aus der Hose nicht mehr rauskriegt, man zieht den Pulli nicht eben doch noch einmal an, weil das Wäschefach überläuft und bei dem Regen draußen ja Waschen eh keinen Sinn macht. Man wartet nicht bis es dunkel ist, weil die Wiese zwar schön groß, aber Häuser in Sichtweite und kein Gebüsch in der Nähe ist. Aber man lernt schneller und schamloser zu sein… 😉

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